Kreativität eines Heiratsvermittlers
Eine leicht zu lesende Geschichte für heiße Sommer-Arbeitstage im Büro.
Zum armen Milchmann Tevje kommt der Heiratsvermittler. “Ich habe eine Kandidatin für deinen Sohn.” Tevje: “Der Bub ist erst 20. Der zuerst was lernen.” - “Ja, schon, aber wenn die Kandidatin die Tochter vom Rothschild ist?” Tevje: “Das ist etwas Anderes.”
Der Heiratsvermittler ruft Rothschild an. “Ich habe einen Bräutigam für Ihre Tochter. Den Sohn vom Milchmann Tevje.” Rothschild: “Der ist nichts für meine Tochter.” Heiratsvermittler: “Aber wenn er Vizepräsident der Weltbank wird?” Rothschild: “Das ist etwas anderes!”
Der Heiratsvermittler ruft den Präsidenten der Weltbank an: “Ich hätte einen Vizepräsidenten für Sie.” Präsident: “Ich hab schon so viele Kandidaten. Ich brauche wirklich nicht noch einen!” Heiratsvermittler: “Aber wenn er der Schwiegersohn vom Rothschild ist?” Präsident: “Das ist etwas anderes!”
Die Geschichte wird einem weisen Mann zugeschrieben, der mit diesem “Witz” versuchte, die politischen Erfolge von Österreichs früherem Bundeskanzler Bruno Kreisky zu erklären.
Aus welchem tollen Buch diese Geschichte stammt verrate ich diesmal ausnahmsweise nicht, denn vielleicht gibt es schon bald ein Blog in dem weitere 160 ähnliche, noch bessere und 444 Tipps für Kreativität im Alltag folgen werden. Mal sehen ob das eine oder andere Kommentar unter diesem Beitrag den Autor motivieren können :-)
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Das Allerbeste am Internet
Nein, es sind nicht Social Networks, nicht Blogs, nicht die tollen Marketing-Chancen oder Reichweiten zum (Quasi-)Nulltarif.
Für mich ist die schönste Seite des Internet, dass es uns die Chance gibt, seinen Arbeitsplatz spontan für einige Wochen an einen anderen Ort zu verlegen.
Fernab des gewohnten Umfelds lässt es sich in Ruhe und ohne Alltagsroutine arbeiten, und der Tapetenwechsel regt die Kreativität an, und neue Dinge lassen sich viel leichter erarbeiten.
Ja, Wikis und Blogs helfen dabei ebenso wie telefonieren über Skype oder kurzer Erfahrungsaustausch via Facebook Chat u.v.m. - nur eMail und Handy gibts nicht. Die bleiben ausnahmslos ausgeschalten.
Schon mal probiert? - Empfehle ich jedem!
Und bei der Gelegenheit: Herzliche Urlaubsgrüße an alle Leser von ANDERS|denken!
PS: Wer wissen will wo in Griechenland dieses kleine ruhige Arbeits- und Urlaubsparadies (Breitbandanschluss inklusive) abseits vom Lärm des Massentourismus liegt, schickt mir (damit es auch so bleibt) einfach ein Mail…
Video fürs Wochenende: Power Point und Zahlenspiele
Der Künstler Chris Jordan liefert ein Paradebeispiel dafür ab, wie man Statistiken und Zahlen so visualisiert, dass sie nicht nur jeder versteht, sondern dass das Publikum gefesselt zuhören muss.
Eine Wohltat sich diese 11 Videominuten anzusehen. Vor allem angesichts der Tatsache, dass ich in den letzten beiden Wochen wieder in viel zu vielen Präsentationen gesessen bin, wo langweilige Excel Zahlenbalken die Hauptattraktion auf den Power-Point-Folien waren.
So ganz “nebenbei” überzeugt mich Chris auch mit perfekter (Körper-)Sprache und Leidenschaft zu seinem Thema. Great art, gorgeous presentation, Chris!
Weitere Artikel und Videos zum Thema Präsentieren und PowerPoint »
Gefunden bei: Spreeblick
Geld verdienen im Internet
Statement aus einem Workshop von vergangener Woche:
“Web2.0 ist spannend und bietet viele Möglichkeiten.
Aber Geld wird nur im Web1.0 verdient.”
Hier das versprochene Zitat aus diesem Beitrag:

“Die Unternehmens-Website ist eine unglaubliche Ansammlung von übertriebenem, künstlichen Markenbewusstsein und für das Unternehmen sprechenden Inhalten. Eine Folge davon ist, dass Entscheidungen, denen man vertraut, an anderen Orten im Internet getroffen werden. [...] Die Unternehmens-Website der Zukunft wird eine glaubwürdige Quelle von Meinungen und Fakten sein, geschrieben sowohl von dem Unternehmen als auch von der Communitiy. Das Ergebnis? Eine wirkliche erste Anlaufstelle, wo Informationen über bessere Produkte und Leistungen fließen.
Wir beginnen, den Kunden dabei zu sehen, den Unternehmens-Newsletter zu schreiben, beziehen Blogs der Industrie mit ein, binden Audio- und Video-Medien ein, Kunden-Ratings, -Rankings und -Umfragen, welche Eigenschaften sie verbessert haben möchten, Produkt-Teams, die direkt mit Kunden zusammen arbeiten, in Echt-Zeit und Kunden, die sich gegenseitig unterstützen.”
[Jeremiah Owyang]
Also doch wieder “Mitmachnetz” und ob Ihr 1.0, 2.0, 3.5 oder was auch immer dazu sagen wollt spielt dabei überhaupt keine Rolle!
Ein guter Internetauftritt zahlt sich nicht aus
Überaus amüsant fand ich ein Statement von Georg Wiedenhofer, Marketingleiter bei der baumax/Schömer Gruppe in derStandard.
“In 5 bis 10 Jahren werden schon einige Produkte - wie Bohrmaschinen - über das Internet verkauft werden, bei Zement ist das schon wieder schwieriger.”
Was hier im Rahmen eines Web2.0 Symposiums in Wien wie eine Vision klingt ist das klassische Internetmodell der späten 90er Jahre (Web1.0): Geschäftsmodelle aus der realen Welt 1:1 ins Web kopieren, ohne dessen zusätzliche Möglichkeiten zu nutzen. Es kommt aber noch besser:
Laut Wiedenhofer informiere sich die Kundschaft im Internet und gehe dann zum “Baumarkt um`s Eck. “Die Leute wollen die Sachen angreifen und sehen.” Ein guter Internetauftritt zahlt sich nicht aus somit, weil die anderen Märkte davon profitieren würden.
Deshalb besser gar kein Internetauftritt, lieber Herr Wiedenhofer, dann informiert sich “die Kundschaft” erst gar nicht auf Ihrer Seite, sondern vertraut von Anfang an Meinungen anderer Käufer und folgt der Wegbeschreibung zu Hornbach, denn dort hat man es verstanden, über das Internet die klassische Schwäche vieler Discounter (Beratung) in einen Mehrwert zu verwandeln.

Quelle: AGOF Internet Facts.
Messen Sie als Unternehmen mit klassischen Vertriebswegen den Erfolg Ihres Internetauftritts nicht fälschlicherweise am Online-Shop! Denken Sie auch an aufgrund von Recherchen getroffene Vor-Kaufentscheidungen - egal in welcher Branche!
Stichworte zum selbst weiterlesen: Integrierte Markenführung und Online Reputation…
Nachtrag 28.6.2008
- Highlights der Web2.0 Konferenz in Wien (Danke Herr Krause für den Hinweis!)
- Bohrmaschinen per Telefon verkaufen, Dieter Rappold, knallgrau
Gib’s auf! Marketing-Blogs bringen nichts.

Oder etwa doch?
“In der Marketing- und Kommunikationsbranche gibt es besonders viele Fachblogs, zumindest ist dies mein Eindruck. Interessant einmal nachzufragen, warum sie gestartet wurden und was sie bringen,” meint Michael van Laar und fragt einige Blogger nach deren Erfahrungen mit ihren eigenen blogs.
Hier meine Antworten auf die 4 Fragen, womit gleichzeitig drei noch offene eMails von Diplomanden erledigt sind, da Eure Fragen in die beinahe gleiche Richtung gehen:
Seit wann gibt es das Blog?
ANDERS|denken gibt es seit März 2006.
Was war der Auslöser, um das Blog zu starten?
Ursprünglich nur der Wunsch nach einer simplen Datenbank, um für Vorträge und Präsentationen schnell und gut sortierte Beispiele für außergewöhnliches Marketing und neue Geschäftsmodelle parat zu haben. (Mehr siehe auch dieser Beitrag.)
Welchen Zweck hat das Blog?
Siehe Auslöser. Darüber hinaus: Mehrwert für meine Kunden, Möglichkeit (beinahe täglich) mit ihnen in Kontakt zu bleiben, ohne Sie mit Werbeflyern und Newslettern vollzumüllen - (Permission-)Marketing ohne einen Euro Werbebudget sozusagen, denn für die selbe Reichweite müsste ich einige ganzseitige Anzeigen in Zeitungen schalten… und dann wären da noch die Streuverluste … nein, danke! :-)
Was hat das Blog bisher „gebracht“?
Zum Glück seinen Zweck erfüllt, viele neue Kunden und spannende Aufträge, tausende Abonnenten und Leser und viele neue Kontakte. ANDERS|denken ist längst zu meinem wichtigsten (weil selbstlaufendem) Akquisekanal geworden. Interessanter Nebeneffekt: Bei meinen Aufträgen geht es heute zu 80% um Projekte, bei denen das Internet und seine Möglichkeiten eine zentrale Rolle spielen.
Am meisten bin ich aber dankbar für neue Ideenimpulse, Linktipps zu Beispielen die ich anders nicht gefunden hätte und den vielen Kommentaren, die immer wieder dazu beitragen den Horizont zu erweitern.
Weitere Antworten…
Ich bin neugierig, was andere KollegInnen wie Dieter Rappold, Burkhard Schneider, Nicola Simovic, Karin Schmollgruber, die Jungs von Brainwash, Martin Schobert und Markus Hübner, auf die selben Fragen antworten werden.
PS: Danke, Karin, fürs Zuwurfes dieses “Stöckchens” und auch dir, Michael, für die kurzen Fragen zur Selbstreflexion. Bin gespannt auf deine Zusammenfassung “Was Marketing-Blogs wirklich bringen”.
Euro-Preise in Dollar bezahlen

Der aktuelle Dollar Wechselkurs macht Urlaube in den USA für Europäer relativ günstig. Umgekehrt sind Europa-Urlaube für Amerikaner aber recht teuer geworden.
Rabatte “anders” kommunizieren
Die A&O Hotels & Hostels haben darauf reagiert und ihr altes Preismodell über den Haufen geworfen. Amerikaner bezahlen Europreise mit Dollar-Scheinen. Stimmt, nichts anderes als ein Rabatt von ca. 30%, aber nicht als langweiliger Discount verkauft, sondern anders und reizvoll verpackt.
Ziel der Aktion namens THX America: Wieder mehr Amerikaner in die A&O Hotels und Hostels zu locken. Obs gelingen wird oder ob es ‘nur’ ein netter Marketing-Gag bleibt? - Ich wünsche auf jeden Fall viel Glück!
Danke Constantin fürs Zusenden dieses Beispiels!
Spenden ganz einfach gemacht
Die Non Profit Organisation (NPO) Ärzte ohne Grenzen nutzt geschickt SMS Services um das Abgeben von Spenden so einfach und zeitsparend wie möglich zu machen.
Ein SMS mit der Zahl des Spendenbetrages, sowie ein kurzes “JA”-Bestätigungs-SMS reichen. Kein Erlagschein, keine Bettel-Störungen an der Haustür. Bravo, gefällt mir!
Wie es genau geht und was schon die kleinsten Spenden bewirken können steht auf www.schnellehilfewirkt.at.
Video fürs Wochenende: Selbstexperiment über Vorurteile
Ein Selbst-Experiment.
- Das Video nach ca. 25 Sekunden stoppen und
- die Geschichte selbst weitererzählen.
- Was wird passieren?
- Wer hat sich geirrt?
Crossing Cultures, Afro Asiatisches Institut Graz
Toller Videospot mit dem offensichtlich wird, dass wir alle anfällig dafür sind, hin und wieder zu schnell Entscheidungen zu fällen - und das trifft nicht nur bei klassischen Vorurteilen wie sie dieser Spot verwendet zu…














